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Mittwoch, 15. Februar 2012
Mängel bei Gefahrgut-Transporten in Thüringen
Die Thüringer Polizei hat bei Kontrollen von Gefahrgut-Transporten im vergangenen Jahr mehrere hundert Verstöße festgestellt. Die Landesverwaltungsamt spricht von rund 340 eingeleiteten Ordnungswidrigkeits- und Bußgeldverfahren, was rund 100 aktenkundige Fälle weniger sind als im Jahr 2010.
Das häufigste Manko sei eine unzureichend gesicherte Ladung beziehungsweise die vorgeschriebene Ausrüstung sei unvollständig gewesen. Laut Innenministerium fuhren zudem zwölf Gefahrguttransporter auf für sie gesperrten Strecken: neun auf der A 38 und drei auf der A 71.
Die Einnahmen für das Land aus Mängeln bei Gefahrgut-Transporten betrugen 2011 rund 60.000 Euro. Im Jahr zuvor waren es rund 85.000 Euro und 2009 sogar über 105.000 Euro.
Donnerstag, 9. Februar 2012
Neue Multilaterale Vereinbarungen für ADR in Kraft
Die Multilateralen Vereinbarungen M229 und M245 für ADR sind von Deutschland gezeichnet worden. Die von Deutschland vorgeschlagene M246 hat Frankreich gegengezeichnet. Alle drei Multilateralen Vereinbarungen sind damit in Deutschland sowie in den Hoheitsgebieten der weiteren Zeichnerstaaten anwendbar.
M229 (Vibrationstests von Intermediate Bulk Containern): vorgeschlagen vom Vereinigten Königreich, jetzt gezeichnet von Deutschland. Abweichend von den Bestimmungen in Unterabschnitt 6.5.6.13 des ADR brauchen IBC für Flüssigkeiten mit einer Bruttomasse über 1.500 kg dann, wenn sie für die Prüfung befüllt werden, keinem Vibrationstest unterzogen zu werden. Die Vereinbarung ist gültig bis einschließlich 31. Dezember 2015.
M245 (Voraussetzungen für Umweltgefährliche Stoffen hinsichtlich Klasse 7): vorgeschlagen vom Vereinigten Königreich, gezeichnet von Deutschland und Belgien. Abweichend von den Bestimmungen in Unterabschnitt 2.1.3.8 des ADR müssen Stoffe der Klasse 7, die unter die Bestimmungen der Umweltgefährlichen Stoffe aus Absatz 2.2.9.1.10 fallen, bei der Beförderung auf der Straße nicht als Umweltgefährliche Stoffe angesehen werden. Die Vereinbarung läuft zum 31. Dezember 2012 aus.
M246 (Verwendung von Tanks): vorgeschlagen von Deutschland, gezeichnet von Frankreich. Abweichend von den Vorschriften in Absatz 6.8.2.6.1 des ADR dürfen solche Tanks weiterhin genutzt werden, die vor dem 1. Januar 2012 hergestellt wurden und den bis zum 31. Dezember 2012 gültigen Bestimmungen entsprechen, jedoch nicht den Vorschriften aus Absatz 6.8.2.6.1, die seit dem 1. Januar 2011 die anwendbaren Europäischen Normen EN 14432:2006 and 14433:2006 betreffen. Diese Vereinbarung gilt bis zum 31. Dezember 2012.
Donnerstag, 9. Februar 2012
VERPACKUNG und LOGISTIK 2012 auf Erfolgskurs
Vom 25. bis 26. Januar 2012 fanden auf der Hamburg Messe die »VERPACKUNG« und die »LOGISTIK 2012« statt. 3347 Fachbesucher (2010 kamen 2957 Fachbesucher) haben sich über neue Produktionstechnologien und aktuelle Entwicklungen in der Verpackungs- und Logistikbranche informiert. Die Besucherzahl ist damit um 10 Prozent gestiegen.
Erstmals fand in diesem Jahr auch der Deutsch-Niederländische Verpackungstreff des niederländischen Verpackungsverbands NVC und dem deutschen Verpackungsnetzwerk bdvi statt.
Auf dem von der Logistik-Initiative Hamburg organisierten Forum »Nachhaltige Logistik« berichteten Experten wie Boris Wulff von der HHLA und Saskia Zippel von der HPA, wie sich Nachhaltigkeit in der Logistik umsetzen lässt. Auch das Pilotprojekt »Null Emission« – emissionsfreier Containertransport in See- und Binnenhäfen – stellten sie vor.
Das Programm auf der »VERPACKUNG 2012« organisierte das Verpackungsnetzwerk bdvi und das Hamburger Verpackungsinstitut BFSV. Experten wie Hilka Bergmann vom EHI Retails Institut, Köln, und Dr. Monika Kassmann vom WGFV Dresden referierten über das Spannungsfeld Verpackung zwischen Industrie und Handel sowie über Social Media & Verpackung.
Positive Bilanz
Der Veranstalter easyFairs zog für beide Fachmessen eine positive Bilanz. »Unsere Verpackungs- und Logistikmessen haben inzwischen einen festen Platz im Terminkalender der norddeutschen Industrie-Entscheider«, erklärt Siegbert Hieber, Geschäftsführer easyFairs Deutschland GmbH. »Wir konnten unsere Besucherzahlen zum sechsten Mal in Folge steigern und unsere Position als wichtiger Treffpunkt für Verpackungs- und Logistikexperten im Norden weiter stärken.«
Die VERPACKUNG und LOGISTIK 2013 finden vom 23. bis 24. Januar 2013 auf der Hamburg Messe statt. Weitere Informationen gibt es unter VERPACKUNG und LOGISTIK 2013.
Samstag, 4. Februar 2012
»Logistik Masters« gestartet
Der »Logistik Masters 2012« hat begonnen. An Deutschlands größtem Wissenswettbewerb für Logistikstudenten beteiligen sich jedes Jahr über 1000 Studierende von über 120 Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien/Duale Hochschulen.
Die drei Erstplatzierten des vom Wochenmagazin »VerkehrsRundschau« und dem Logistikdienstleister Dachser alljährlich initiierten Studentenwettbewerbs erhalten Preisgelder von insgesamt 10.000 Euro.
Wer beim »Logistik Masters« punkten will, muss bis Juli jeden Monat zehn Fragen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Logistik beantworten. Von Transport und Lager über die Gefahrgutlogistik bis hin zum Supply Chain Management müssen die Studierenden Aufgaben lösen. »Eine besondere Herausforderung stellen zudem die Masterfragen der Professoren dar«, so Dachser-Chef und Logistik-Masters-Mitinitiator Bernhard Simon. Das Lösen der Masterfragen und der History-Fragen bringt am meisten Punkte. Daher ist die »Logistik-Geschichte« eines der Themenschwerpunkte in diesem Jahr.
Weitere Informationen gibt es unter www.logistik-masters.de.
Montag, 2. Januar 2012
WKÖ informiert online über Fahrverbote
Die Wirtschaftskammer Österreich informiert ab sofort online über Fahrverbote auf Autobahnen und Schnellstraßen.
Die Webseite ist so ausgelegt, dass der Anwender mit dem Laptop, Netbook oder Smartphone die Daten eingeben und ablesen kann. Eine Ampel zeigt an, ob ein Fahrverbot besteht oder nicht. Zudem erhält der User weitergehende Informationen.
Zur Zeit erscheint die Webseite auf deutsch, weitere Sprachen sollen folgen.
Freitag, 4. November 2011
Multilaterale Vereinbarung M238 geändert
In der M238 zur Beförderung von Feuerzeugen und Nachfüllpatronen für Feuerzeuge heißt es nun:
Abweichend von den anwendbaren Vorschriften des ADR unterliegt die Beförderung von UN 1057 Feuerzeuge, die der Norm EN ISO 9994:2006 + A1:2008 «Feuerzeuge – Festlegungen für die Sicherheit» entsprechen, und UN 1057 Nachfüllpatronen für Feuerzeuge nur den Beförderungsbedingungen der Abschnitte 3.4.1 a) bis h), 3.4.2 (mit Ausnahme der gesamten Bruttomasse von 30 kg), 3.4.3 (mit Ausnahme der gesamten Bruttomasse von 20 kg), 3.4.11 und 3.4.12, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen:
- die gesamte Bruttomasse des Versandstücks ist nicht größer als 10 kg,
- in einem Fahrzeug werden nicht mehr als 100 kg Bruttomasse solcher Versandstücke befördert und
- jede Außenverpackung ist deutlich und dauerhaft mit der jeweils zutreffenden Aufschrift »UN 1057 Feuerzeuge« oder »UN 1057 Nachfüllpatronen für Feuerzeuge« gekennzeichnet.
Zusätzlich zu den vorgeschriebenen Angaben muss der Absender im Beförderungspapier »Beförderung vereinbart nach Abschnitt 1.5.1 ADR (M 238)« vermerken.
Diese Vereinbarung gilt bis zum 31. Dezember 2012 für Beförderungen in den Hoheitsgebieten der ADR-Vertragsstaaten, die diese Vereinbarung unterzeichnet haben. Wird sie vor diesem Zeitpunkt von einem der Unterzeichner widerrufen, so gilt sie bis zum vorgenannten Zeitpunkt nur für Beförderungen in den Hoheitsgebieten derjenigen ADR Vertragsstaaten, die diese Vereinbarung unterzeichnet und nicht widerrufen haben.
Mittwoch, 2. November 2011
Absolutes Alkoholverbot
Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) spricht sich für ein absolutes Alkoholverbot am Steuer aus. »Es geht um die klare Regel: wer fährt, trinkt nicht und wer trinkt, fährt nicht«, erklärt DVR-Präsident Dr. Walter Eichendorf.
Das Fahren unter Alkoholeinfluss gehört neben zu hoher Geschwindigkeit und dem Nicht-Angurten EU-weit zu den Hauptursachen schwerer und tödlicher Verkehrsunfälle. In Deutschland sind im vergangenen Jahr 342 Menschen bei Alkoholunfällen ums Leben gekommen; 18.874 wurden verletzt, davon 5.001 schwer. Von den insgesamt knapp 58.000 im Straßenverkehr Getöteten in den Jahren 2000 bis 2009 haben rund 7.000 bei Alkoholunfällen ihr Leben verloren. Das sind etwa zwölf Prozent der Getöteten.
»Mit der Umsetzung eines Alkoholverbotes im Straßenverkehr besteht die Chance, die Zahl der Getöteten und Schwerverletzten deutlich zu senken«, zeigt sich Dr. Eichendorf optimistisch. Zudem belegen die Ergebnisse mehrerer repräsentativer Umfragen eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz. In einer vom DVR in Auftrag gegebenen Befragung sprachen sich vor knapp einem Jahr 59 Prozent für ein absolutes Alkoholverbot aus.
Montag, 24. Oktober 2011
Österreich: Gefahrgutvorschriften erläutert
Mit einem Vollzugserlass hat das österreichische Verkehrsministerium auf Rechtsfragen beim Vollzug der österreichischen Gefahrgutvorschriften GGBG und GGBV und der internationalen Vorschriften ADR, ADN und RID reagiert und ein fünfseitiges Dokument veröffentlicht. Es erläutert Ziel und Verständnis einzelner Bestimmungen, unter anderem zu Freistellungen, Zweck des Einsatzes von Begleitfahrzeugen in Straßentunneln und zur Schulung im Luftverkehr.
Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) hebt mit der Veröffentlichung dieses Erlasses folgende Erlässe auf: BMVIT-159.103/0001-II/ST8/2009 vom 3. März 2009 (Übergangserlass 2009) und BMVIT-159.103/0001-II/ST8/2011 vom 8. April 2011 (Übergangserlass 2011).
Das Dokument vom BMVIT steht als pdf zum Download bereit.
Montag, 24. Oktober 2011
Lkw-Anzahl wächst langsamer als das Gütervolumen
Die Zahl der Lastwagen auf deutschen Straßen nimmt künftig weniger stark zu als die Masse an transportierter Ware. Davon ist der Branchenexperte und Sprecher von Schmitz Cargobull, Gerd Rohrsen, überzeugt.
»Wenn wir beim Ladevolumen von einer 70-prozentigen Steigerung bis 2025 ausgehen, reden wir vielleicht von einer 40-prozentigen Ausweitung des Fahrzeugparks«, sagt Rohrsen. Das Unternehmen in Horstmar bei Münster ist Europas größter Hersteller von Sattelaufliegern.
Verflechtung von Straße, Schiene und Schiff
Rohrsen begründet seine Aussage mit der stärkeren Verflechtung von Straße, Schiene und Schiff sowie der besseren Ausnutzung des Laderaums. Auch die neuen Lang-Lkw bremsen seiner Ansicht nach den Zuwachs an Lastzügen. Das Ziel der Logistikkunden sei es, »so wenig Luft wie möglich zu transportieren«.
»Wir reden von einem ungefähren Anteil von 20 Prozent des Lkw-Verkehrs, der sich mit den Lang-Zügen umsetzen lässt«, so der Experte weiter. Die Lang-Lkw dürften jedoch nicht mehr als 40 Tonnen Gesamtgewicht transportieren, es gehe vielmehr um das Volumen. »Nehmen wir den typischen Fall der Baumarktwaren. Die werden schon in fertigen Verkaufseinheiten verpackt. Und die sind häufig gar nicht sehr schwer, sondern einfach nur voluminös. Dasselbe gilt auch für Kühlschranke und Schuhkartons.«
Navigationstechnik und RFID
Internet, Navigationstechnik und RFID-Funkchips hätten Spediteuren neue Möglichkeiten eröffnet. »Früher war ein Lkw eine Transporteinheit ohne größere Intelligenz mit Rädern drunter«, erklärt Rohrsen. »Heute haben die Fahrer Messsysteme an Bord, um zu erkennen: Wie viel Ladung ist drin? Wie ist der Ladezustand? Passt noch etwas herein? Wie ist die Ladung in die Logistikkette eingebunden? Jeder gefahrene Kilometer wird heutzutage optimiert, um Kosten zu sparen.«
Montag, 17. Oktober 2011
Fortbildung für Brummi-Fahrer ist Pflicht
Bis zum Herbst 2014 muss jeder Lkw-Fahrer die im Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetz vorgeschriebene Weiterbildung gemacht haben. Sie umfasst fünf Module, die sich an fünf einzelnen Tagen mit jeweils sieben Unterrichtsstunden oder im Block absolvieren lassen.
Die Module sind: wirtschaftlicher fahren, Ladung sichern, Gefahrenlehre und Sicherheitstechnik (z. B. Assistenzsysteme), Fahrer und Image (z. B. Kleidung, Kommunikation und Umgang mit Kunden) sowie Vorschriften für den Güterkraftverkehr.
Ziel der von der EU vorgeschriebenen Pflichtfortbildung ist, die Wirtschaftlichkeit der Fahrweise zu verbessern. Damit lassen sich etwa 5 bis 10 Prozent Sprit sparen, was den Unternehmen zu gute kommt. So lernt der Fahrer etwa, ökonomischer zu fahren. Oder er lernt bei einem neuen Lkw, die Assistenzsysteme wie Spurhalte-Assistent und Abstandshalter korrekt zu bedienen. Auch die Benutzung der passenden Hilfsmittel zur Sicherung unterschiedlicher Ladung ist im Güterkraftverkehr wichtig.
Wer bis 2014 die geforderten 35 Stunden an Weiterbildung nicht nachweisen kann, dem drohen empfindliche Bußgelder: bis zu 5000 Euro für den Fahrer und bis zu 25.000 Euro für den Spediteur.
Seminare für Unternehmen bieten die DEKRA und der TÜV an. Teilnehmen können Gruppen ab zwölf Personen bis maximal 25. Die DEKRA-Seminare kosten pro Modul bundesweit 120 Euro. Weitere Informationen finden sich unter DEKRA und TÜV.
Montag, 10. Oktober 2011
Gefahrguttransporter auf A7 verunglückt
Ein Gefahrguttransporter mit verschiedenen Säuren ist am Montagmorgen auf der A7 zwischen den Anschlussstellen Schleswig-Schuby und Tarp (Kreis Schleswig-Flensburg) verunglückt.
Nach Angaben der Polizei hat der Lkw zunächst die Mittelleitplanke berührt, bevor er rechts von der Fahrbahn abgekommen und schließlich in einer Böschung gelandet ist. Die A7 Richtung Norden wurde bis zum Mittag teilgesperrt. Der Fahrer hatte laut Polizei einen Alkoholwert von über 0,5 Promille im Blut.
Von den 21 Tonnen Gefahrgut seien keine Gefäße beschädigt worden und auch keine Stoffe ausgetreten, so die Polizei weiter. Dennoch habe die Feuerwehr zur Sicherheit ihren Gefahrgutlöschzug eingesetzt.
Den 35-jährigen Fahrer erwartet ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr und Verstoßes gegen gefahrgutrechtliche Bestimmungen.
Montag, 10. Oktober 2011
9. Deutscher Gefahrstoffschutz-Preis
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und der Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) schreiben zum neunten Mal den Deutschen Gefahrstoffschutz-Preis aus. Denn trotz der Gefahrstoffverordnung und des Regelwerkes fehlt es in vielen Bereichen von Industrie, Handwerk und Dienstleistung im Umgang mit den oft »unsichtbaren Gefahren« durch Stoffe häufig noch an praktischen Lösungen.
Mit der Initiative wollen das BMAS und der AGS neue Ideen zum besseren Erkennen der Gefährdungen, zum Ersatz von und zum sicheren Umgang mit Gefahrstoffen sowie Umsetzungen der Gefahrstoffverordnung bekannt machen. Dazu gehören die Entwicklung und Einführung gefährlicher Stoffe, Produkte und Verfahren ebenso wie Lösungen für sicherheitstechnische, organisatorische und hygienische Anforderungen beim Umgang mit Gefahrstoffen.
Als preiswürdig gelten auch Initiativen im Bereich der Schulung, Motivation oder Mitarbeiterbeteiligung sowie besondere Verdienste um das Erkennen stoffbedingter Gefahren am Arbeitsplatz und der öffentliche Einsatz für den Gefahrstoffschutz.
Am Deutschen Gefahrstoffschutz-Preis können Einzelpersonen, Personengruppen, Unternehmen und Organisationen teilnehmen. Nennungen für den mit 5000 Euro dotierten Preis können bis zum 31. März 2012 an die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in Dortmund erfolgen.
Die Unterlagen sollten eine Charakterisierung des Teilnehmenden, der Art der durchgeführten Maßnahmen und der erreichten beziehungsweise erwarteten Verbesserung enthalten. Eine Kurzfassung dieser Angaben im Umfang von etwa einer Seite komplettiert die Unterlagen. Eingereichtes Material wird nicht zurückgesandt.
Über die Vergabe des Preises entscheidet eine unabhängige Jury. Die BAuA ist berechtigt, die eingereichten Beiträge öffentlich darzustellen. Die Preisträger werden bis spätestens Ende Juli 2012 benachrichtigt. Die Preisverleihung erfolgt anlässlich der Veranstaltung »AGS im Dialog« Mitte November 2012 in Berlin.
Die gesamte Ausschreibung sowie praktische Beispiele aus den vergangenen Wettbewerben finden sich in der Rubrik Aktuelles auf der Website der BAuA.
Freitag, 7. Oktober 2011
Lang-Lkw rollen ab Herbst auf deutschen Straßen
Die Verkehrsminister der Länder haben den Weg für den umstrittenen Feldversuch mit 25-m-Lkw geebnet. Ein Antrag, den von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) geplanten Versuch abzulehnen, bekam bei der Verkehrsministerkonferenz am Donnerstag in Köln keine Mehrheit.
Die Hälfte der Länder stimmte gegen den Antrag. Nach den Plänen von Ramsauer soll der Feldversuch mit den 400 bis zu 25,25 m langen Lkw im Herbst beginnen. »Wir erwarten aber schon, dass der Versuch nicht in den Ländern stattfindet, die ihn aus guten Gründen ablehnen«, sagte der Vorsitzende der Konferenz, Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD).
Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Harry Voigtsberger, der gegen den Versuch ist, sagte: »Das dichte Autobahnnetz, viele Baustellen, die Staus – wir können uns nicht vorstellen, dass da der Lang-Lkw eine Lösung anbietet.«
Freitag, 7. Oktober 2011
Steigende Nachfrage nach Berufskraftfahrern
Die Nachfrage nach Berufskraftfahrern ist im vergangenen Jahr aufgrund des wachsenden Transportaufkommens deutlich gestiegen. Unternehmen haben Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung und beklagen teilweise einen Mangel an qualifizierten Fahrern. Dies geht aus dem aktuellen Bericht zu den Arbeitsbedingungen in Güterverkehr und Logistik des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) hervor.
Ein Grund für die steigende Nachfrage ist die Altersstruktur der Beschäftigten. In den kommenden 15 Jahren wird über ein Drittel der Berufskraftfahrer altersbedingt aus dem Berufsleben ausscheiden. Hinzu kommen zahlreiche Fahrer, die noch vor Erreichen des gesetzlichen Renteneintrittsalters aufhören. Zwar stieg das Ausbildungsengagement in der Branche in den vergangenen Jahren kontinuierlich an. Dennoch reicht es nicht aus, die Personallücke in den kommenden Jahren zu kompensieren.
Viele Unternehmen bieten nach wie vor keine Ausbildungsplätze an. Die häufigsten Gründe sind mangelnde Qualität der Bewerber sowie fehlende strukturelle Voraussetzungen im Unternehmen.
Schlechte Arbeitsbedingungen machen das Berufsbild des Berufskraftfahrers unattraktiver. Dazu gehören die schlechte persönliche Behandlung der Fahrer an der Laderampe, die Wartezeiten sowie die eingeschränkte Benutzung von Sanitär- und Sozialräumen.
Auch die gesundheitliche und ärztliche Versorgung ist ein Grund für die schlechten Arbeitsbedingungen. Berufskraftfahrer gehören zu den Berufsgruppen mit der höchsten Zahl an Arbeitsunfähigkeitstagen pro Jahr. Zurückzuführen ist dies häufig auf körperliche Belastungen – etwa bei Be- und Entladevorgängen, denen vor allem ältere Fahrer oft nicht mehr gewachsen sind.
Lange Abwesenheitszeiten vom Wohnort und unregelmäßige Arbeitszeiten führen gleichzeitig dazu, dass die ärztliche Versorgung unzureichend ist. Nicht selten verzichten Fahrer auf einen Arztbesuch und versuchen akute Krankheitszeichen selbst mit Medikamenten zu behandeln.
Montag, 12. September 2011
Gefahrguttransporte stärker kontrollieren
Der innenpolitische Sprecher der Grünen im Hessischen Landtag, Jürgen Frömmrich, hat die Gefahrgut- und Schwerlasttransporte als »rollende Zeitbomben auf unseren Autobahnen« bezeichnet. In einer Mitteilung forderte er Innenminister Boris Rhein (CDU) deshalb auf, »verstärkt gegen die erheblichen Sicherheitsrisiken, die Lkw auf unseren Autobahnen verursachen«, vorzugehen.
Nach Auffassung von Jürgen Frömmrich müsse es mehr Kontrollen geben und mehr Lastwagen müssten bei Sicherheitsmängeln an der Weiterfahrt gehindert werden. Außerdem sollte Druck auf das Transportgewerbe ausgeübt werden, damit Fahrzeuge mit Mängeln gar nicht erst auf die Straße kommen.
Laut Kenntnisstand der Landesregierung entsprach bei 2602 Kontrollen von Fahrzeugen mit Gefahrgut auf hessischen Autobahnen im Jahr 2010 jeder zweite Gefahrguttransport nicht den gesetzlichen Vorgaben. »Der hessische Innenminister ist gefordert, jetzt die Initiative zu ergreifen und verstärkt gegen diese massive Gefährdung der anderen Verkehrsteilnehmer vorzugehen«, so Frömmrich.
Montag, 12. September 2011
Explosivstoff unzureichend gekennzeichnet
Der Stoff 5-(Ethylthio)-1H-tetrazol (technisch rein; CAS-Nummer 89797-68-2) wird derzeit vermehrt hergestellt, nach Deutschland eingeführt, vertrieben, anderen überlassen oder verwendet, ohne auf dessen explosive Eigenschaften hinzuweisen bzw. den Stoff entsprechend zu kennzeichnen. Das teilt die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) mit.
Die BAM hat die Explosionsgefährlichkeit des Stoffes nach dem deutschen Sprengstoffgesetz (SprengG) festgestellt und bekannt gemacht (Feststellungsbescheid Nr. 438 vom 10. April 2003). Nach EG-Richtlinie 67/548/EWG, so die BAM, muss der Stoff daher auch mit R2 und nach der CLP-Verordnung (Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen) entsprechend seiner explosiven Eigenschaften eingestuft und gekennzeichnet werden.
Die Bundesanstalt weist auf die Straf- und Bußgeldvorschriften hin, die sich aus der Stoffgruppenzuordnung nach § 1 Absatz 3 in Verbindung mit den §§ 40 und 41 des Gesetzes über explosionsgefährliche Stoffe (SprengG) ergeben.
Sonntag, 11. September 2011
Gefahrgutdaten leichter abrufbar
Seit dem 1. September 2011 sind die Informationen der Datenbank Gefahrgut der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) noch leichter zugänglich:
Über die Schnellstart-Funktion auf der Startseite gelangt der Anwender direkt zu den Bereichen »Recherche für nicht-radioaktive Stoffe«, »Modul für Beförderungspapiere«, »Modul für radioaktive Stoffe« sowie »Gefahrgut-Schnellinformation«; diese schnelle Auskunft empfiehlt sich fürs Suchen mit unterschiedlichen Kriterien und gefiltert nach einzelnen Rechtsvorschriften. Sie gibt einen Überblick über die wesentlichen transportrelevanten Informationen zu den Gefahrgütern.
Die Datenbank Gefahrgut umfasst über 9.000 Datensätze zu Stoffen, die dem Gefahrgutrecht unterliegen, und rund 30.000 zusätzliche bewertete Synonyme. CAS-Nummern, die die Suche nach einem bestimmten Gefahrgut auch für Nicht-Chemiker vereinfachen, finden sich hier ebenfalls. Die Informationen erleichtert es Versendern und Logistikunternehmen, Gefahrguttransporte zu planen.
Montag, 5. September 2011
Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg sind gegen Lang-Lkws
Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann und Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel sind gegen den Einsatz von Lang-Lkws außerhalb von Autobahnen.
Webel erklärt, dass die bis zu 25 Meter langen und 44 Tonnen schweren Lkws außerhalb der Autobahnen nicht zurecht kommen. »Sachsen-Anhalt hat dafür nicht die Straßen. Wir werden uns dagegen sträuben«, so Webel. Er verwies darauf, dass schon normale Lastwagen in manchen Kreisverkehren Schwierigkeiten hätten. Die Kurvenradien müssten für längere Lastwagen vergrößert und Kreuzungen umgebaut werden.
Bisher gilt als Limit für Lastwagen eine Länge von 18,75 Metern und ein Gesamtgewicht von 40 Tonnen. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer erhofft sich von den übergroßen Lkws eine Verkehrsentlastung und weniger Spritverbrauch.
Mit einer Sondergenehmigung sind überlange Transporte, etwa von großen Flügeln für Windräder, auch heute schon möglich. Diese Fahrzeuge sind jedoch meist nachts und auf vorher geprüften Strecken unterwegs.
Donnerstag, 1. September 2011
Deutschland und Österreich: Mauterfassung anpassen
Deutschland und Österreich haben das elektronische Erfassen der Mautgebühren vereinheitlicht. Danach können mautpflichtige deutsche Lkw seit September ihr Gerät im Fahrzeug, sofern es kompatibel ist, auch zur Mautzahlung in Österreich verwenden.
Voraussetzung: Der Lkw-Fahrer muss sich bei »TOLL2GO« der österreichischen Autobahnen-, Schnellstraßen- und Finanzierungsgesellschaft (Asfinag) anmelden. Deutschland und Österreich wollen bei der Mauterfassung damit Vorreiter in Europa werden.
Um die Mautsysteme in Europa zu harmonisieren und den grenzüberschreitenden Straßengüterverkehr zu erleichtern, haben sich die Mitgliedstaaten 2004 in der Richtlinie auch auf das Ziel verständigt, den Zugang zum mautpflichtigen Straßennetz in Europa mit nur einem Fahrzeuggerät zu ermöglichen.
Die automatische Mautverrechnung läuft in Deutschland über Satelliten-Kommunikation des Fahrzeuggerätes (On Board Unit; Obu). Um die Mautentrichtung im österreichischen Mikrowellen-System mit diesem Fahrzeuggerät zu ermöglichen, wurde laut Bundesministerium per Software eine bereits vorhandene Mikrowellenschnittstelle im Gerät aktiviert. Bei Teilnahme an »TOLL2GO« werde diese durch den deutschen Mautbetreiber Toll Collect zur Nutzung frei geschaltet. Lkw-Fahrer müssen dazu nicht in eine Werkstatt fahren.
Freitag, 26. August 2011
Fast jeder fünfte Lkw weist Mängel auf
Von rund 633.000 Lkw-Einheiten, die die BAG-Kontrolleure im vergangenen Jahr überprüft haben, weisen 114.000 Mängel auf. Gegenüber dem Vorjahr lag die Quote damit erneut bei 18 Prozent.
Als Hauptproblem gelten die Vorschriften des Fahrpersonalrechts. Mit 132.000 Beanstandungen entfallen allein 73 Prozent aller entdeckten Verstöße darauf. Zu den häufigsten Mängeln zählen demnach Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten bzw. falsches Bedienen von Kontrollgeräten oder Schaublättern sowie fehlende Bescheinigungen über arbeitsfreie Tage.
Die BAG-Statistik registriert außerdem ca. 30.000 straßenverkehrsrechtliche Beanstandungen. Dazu gehören Abmessungen, Achslasten, Gewichte, Ladungssicherheit oder auch die Beschaffenheit des Fahrzeugs.
Ebenfalls überprüft haben die BAG-Kontrolleure die Mauttreue: Von insgesamt 8,577 Millionen Lkw gab es 35.110 Beanstandungen.


